Die häufigsten Mythen und Ängste über Hypnose

Die Hypnose bietet eine hervorragende Möglichkeit, verborgene emotionale Spannungen zu lösen, innere Konflikte ausfindig zu machen sowie hinderliche Glaubenssätze aufzulösen und durch hilfreiche zu ersetzen.

Früher nahm man an, Körper und Geist seien zwei voneinander getrennt existierende Entitäten. Diesen Dualismus haben wir dem Philosophen René Descartes zu verdanken. So viele brillante Ideen dieser große Denker auch hatte, mit der, Energie und Materie als zwei verschiedene Paar Schuhe zu begreifen, hat er wohl mehr Schaden als Nutzen angerichtet. Durch Einstein wissen wir es heute besser. Seiner bahnbrechenden Gleichung E = mc² zufolge stehen Körper und Geist bzw. Materie und Energie in einem so fundamentalen Zusammenhang, dass sie prinzipiell ein und dasselbe sind. Seine Theorien stellten die ganze akademische Welt auf den Kopf. Dinge, die bisher als selbstverständlich galten, entpuppten sich als fehlerhaft. Und wo erst noch großen Wert auf die strikte Trennung von Körper und Geist gelegt wurde, fing man an, die beiden wieder irgendwie zusammenzuschustern. So sind Begriffe wie Psychosomatik entstanden – Psyche und Soma, Geist und Körper, Energie und Materie.

Körper und Geist sind also entgegen der alten Schule aufs Engste miteinander verbunden.

Sind wir traurig, bildet sich ein Kloß in unserem Hals. Denken wir angestrengt nach, legt sich unsere Stirn in Falten. Sind wir nervös, zieht sich unser Magen zusammen. Grübeln wir sorgenvoll über die ungewisse Zukunft, spannen wir unseren Kiefer an. Schwelgen Männer in erotischen Fantasien, spannt sich noch etwas ganz anderes bei ihnen an.

 

Schließen Sie für einen Moment Ihre Augen und stellen sich vor, auf einem Tisch vor Ihnen läge eine gelbe Zitrone und ein Küchenmesser. Sie können fühlen, wie prall und frisch die Zitrone in Ihrer Hand ist. Sie legen die Zitrone auf den Tisch und schneiden sie mit dem Messer in zwei Hälften. Ein paar Tropfen des Saftes spritzen beim Halbieren schon aus der Zitrone. Jetzt nehmen Sie eine der beiden Hälften und riechen am säuerlichen Fleisch der Zitrone. Und nun beißen Sie noch herzhaft in die Zitrone hinein. Der überaus saure Zitronensaft verteilt sich in Ihrem gesamten Mund, während sie das Zitronenfleisch mit Ihrer Zunge von links nach rechts und von rechts nach links in Ihrem Mund hin und her bewegen.

Wenn Sie sich die oben beschriebene Situation bildlich vorgestellt haben, dann haben Sie Ihr Gesicht verzogen und messbar mehr Speichel produziert. Die Zitrone gab es zwar nur in Ihren Gedanken, doch trotzdem reagierte Ihr Körper darauf. Und zwar genau so, als hätten Sie in Wirklichkeit in eine Zitrone gebissen. Es gibt keine Zitrone, sie ist nicht real. Für Ihr Unterbewusstsein war sie allerdings sehr real, sogar so real, dass Neurowissenschaftler via Hirnscans zeigen könnten, dass bei der bloßen Vorstellung in Ihrem Hirn die gleichen Areale aktiviert werden, die auch dann aktiviert werden, wenn Sie tatsächlich in eine Zitrone beißen. Unser Hirn kann nicht zwischen der realen Erfahrung und der bloßen Vorstellung unterscheiden – aus neurochemischer Perspektive ist es genau das Gleiche. Von diesem Mechanismus machen wir auch in der Hypnose Gebrauch.

 

Hypnose entmystifiziert!

Die Hypnose ist ein wunderbares Instrument, um unsere Potenziale freizulegen. Doch der größte Saboteur der Hypnose sind zweifelsohne tiefsitzende Vorbehalte oder sogar Ängste vor der Hypnose – und die meistverbreiteten wollen wir gleich einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen und korrigieren.

Die Showhypnose, wie sie in den Medien dargestellt wird, trägt nicht zuletzt zu dem völlig falschen Bild bei, das viele Menschen von der Hypnose haben. Selbst in Kinderfilmen wie ,,Das Dschungelbuch“, in der Kaa (die Schlange) Mogli (das Menschenkind) hypnotisiert und Mogli zur willenlosen Marionette macht, wird die Hypnose als Werkzeug zur Manipulation dargestellt. Das ist sehr zu bedauern, da wir niemanden hypnotisieren können, der Angst vor der Hypnose hat.

 

Während unser Bewusstsein vergesslich sein kann, erinnert sich unser Unterbewusstsein selbst an die kleinsten Details. Unser Unterbewusstsein ist wie eine riesengroße Lagerhalle, in der nichts verloren geht. Als Versinnbildlichung können wir uns hier einen Eisberg vorstellen. Nur ein Bruchteil des Eisbergs ist über der Wasseroberfläche sichtbar, der allergrößte Teil ist im Wasser verborgen. Heute gehen Wissenschaftler davon aus, dass unser Unterbewusstsein den Teil des Eisbergs ausmacht, der unter Wasser liegt. Harvardprofessor Gerald Zaltman zufolge erreichen 95% unserer täglichen Entscheidungen unser Bewusstsein erst gar nicht. Sie laufen in Strömungen aus Gewohnheiten und Automatismen unter der Wasseroberfläche ab, im Unterbewusstsein.

Aktuellen Forschungen zufolge nehmen wir heute an, dass unser Gehirn in jeder Sekunde etwa 400 Milliarden Informationsbits verarbeitet, von denen allerdings lediglich 2000 in unser Bewusstsein gelangen. Mit anderen Worten: 99,999999995% filtert unser Gehirn einfach weg. Bei näherer Überlegung ist das aber nicht nur nachteilig für uns, im Gegenteil sogar. Nähmen wir nämlich alles um uns herum bewusst wahr, würden wir von Reizen überflutet werden und ruck-zuck durchdrehen.

In Hypnose stellen wir einen Kommunikationskanal zum Unterbewusstsein her – zu dem Teil in uns, in dem auch unsere Gefühle beheimatet sind.

Mit anderen Worten: Wir tauchen unter die Wasseroberfläche und verschaffen uns so Zugang zu den in uns angelegten Potenzialen.

Toll. Und wie geht das? 

 

 

Wer schon einmal hypnotisiert worden ist, weiß, dass da keine Zauberei im Spiel ist. Hypnose ist kein Hokus-Pokus, sondern vielmehr ein tiefer Entspannungszustand, in dem Sie sich sehr wohl fühlen. Man kann sich Hypnose am ehesten wie einen Tanz zwischen dem Hypnotiseur und dem Hypnotisierten vorstellen. Und genau wie bei einem Tanz, der auch nur dann gelingen kann, wenn beide Seiten tanzen wollen, kann auch die Hypnose nur dann gelingen, wenn beide Seiten wollen. Demzufolge ist Hypnose Kooperation und Teamarbeit! 

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