Selbstliebe durch Hypnose

Das Gefühl, nicht genug zu sein, hat weitreichende Konsequenzen. Ganz egal ob Drogenabhängige, Alkoholiker, Bulimiker, Esssüchtige, Spiel- oder Sexsüchtige, Workaholics, Menschen mit Kauf- oder Sammelzwängen – so gut wie immer liegt dem exzessiven Verhalten der Betroffenen ein geringes Selbstwertgefühl zugrunde. Bekommt jemand von einem Verhalten oder einer Sache nicht genug, so hält sich derjenige höchstwahrscheinlich selbst für nicht genug. Ein »Es-ist-nicht-genug-Verhalten« ist in Wahrheit fast immer ein »Ich-bin-nicht-genug-Verhalten«. Es reicht nicht – Ich reiche nicht. Ersteres ist mit weniger Schmerz verbunden, weil es das Ich depersonalisiert. Doch der maßlose Konsum wie das zügellose Verhalten sind nichts als vergebliche Kompensationsversuche, denn ihre innere Leere werden die Betroffenen so niemals dauerhaft beseitigen können. Ein Fass ohne Boden lässt sich nämlich nicht füllen.

Die Hypnose ist ein fantastisches Werkzeug, damit sich solche Horrorszenarien eben nicht verwirklichen. Denn die Hypnose ermöglicht es uns, emotional umzulernen.

,,Wieso umlernen?“ , fragen Sie womöglich.

Neugeborene kommen niemals mit dem Gefühl auf die Welt, nicht genug zu sein. Ein geringes Selbstwertgefühl ist nicht angeboren. Es ist erlernt worden. Das Kind hat eine einzige Mission von höchster Priorität, und zwar: die Liebe und Zuneigung seiner Eltern zu bekommen. Das ist so wichtig für das Kind, weil es weiß, dass es buchstäblich geliefert ist, wenn seine Bezugspersonen es nicht versorgen – es könnte alleine niemals überleben. Bekommt es diese Liebe allerdings aus irgendwelchen Gründen nicht, hat das schwerwiegende Folgen für das Kind. Es kann sich diesen Mangel langfristig nur so erklären, dass etwas Grundlegendes mit ihm selbst nicht stimmen muss. Das Kind würde niemals auf die Idee kommen, dass der Fehler gar nicht bei ihm selbst, sondern bei seinen Eltern liegt. Seine Eltern sind für das Kind nämlich wie allmächtige Götter – selbst wenn sie die Erziehung noch so sehr verbocken.

Sicher kennen Sie die Redewendung, dass das Gegenteil von gut nur gut gemeint sei.

Das vielleicht Traurigste an allem ist, dass Eltern nur zu häufig die falschen Dinge aus den richtigen Gründen tun. Kein Elternteil wacht eines Tages auf und denkt sich: ,,Heute ist der Tag, an dem ich das Leben meiner Kinder ruiniere, und am besten fange ich gleich damit an.“ Man kann es ihnen noch nicht mal wirklich verübeln, wenn sie die Erziehung ihrer Kinder verbocken, denn sie können bei der Erziehung zunächst ja auch nur auf das zurückgreifen, was sie wiederum von ihren Eltern gelernt und vorgelebt bekommen haben. Im Fachjargon sprechen wir dabei von intergenerationaler Transmission.

Vom 18. Jahrhundert bis kurz nach dem zweiten Weltkrieg herrschte breiter Konsens darüber, wie man Kinder zu erziehen hatte. Eine gute Erziehung, so glaubte man, bestünde darin, dem Kind stets seine Fehler und Mängel vor Augen zu führen, in der Hoffnung, diese somit zu beseitigen, sobald das Kind sie erst verinnerlicht hat. Man glaubte ernsthaft daran, Kinder würden mit der Zeit ,,richtig“ werden, wenn man sie nur davon überzeugte, wie ,,falsch“ sie seien. Das Stichwort hieß demnach: Defizitorientierung.

Hätten unsere Eltern und andere Bezugspersonen unsere Ideen oder ein Benehmen von uns abgelehnt, uns dessen ungeachtet jedoch wissen lassen, dass wir trotzdem ein wertvoller und liebenswerter Mensch sind, dann hätten wir auch nie lernen können, geringschätzig von uns zu denken.

Ein anderes beliebtes und gleichermaßen zerstörerisches Erziehungsinstrument vieler Eltern ist es, einen sozialen Vergleich zu machen, sprich, seinem Kind ein anderes Kind als Vorbild hinzustellen.

 

Beispiel: Wenn Mutter Karin ihrem Sohn Daniel nahelegt, er solle sich ruhig einmal ein Beispiel an seinem Freund Klaus nehmen, der ja schon viel vernünftiger und fleißiger ist, lernt Daniel viele entscheidende Dinge, die ihn unter Umständen lebenslänglich verfolgen. Er lernt, dass er so wie er ist, noch nicht in Ordnung ist, und dass seine Mutter, welche die wichtigste Person in seinem Leben ist, ihn gerne anders hätte – nämlich so wie Klaus. Er lernt außerdem, dass andere Kinder, sein Freund Klaus in diesem Fall, etwas haben, das sie liebenswert macht. Doch das, was die anderen liebenswert macht, glaubt Daniel nicht zu haben. Für Daniel ist das logisch. Wäre es nämlich anders, würde seine Mutter ihm nicht andere Kinder als Ideale hinstellen. Aus seiner Perspektive muss er sich dann erst einmal ändern und alles daran setzen, das zu erreichen, was seine Mutter an anderen Kindern so liebenswert findet, um die Liebe seiner Mutter zu bekommen.

 

Durch solch unvorteilhafte Erziehungsmethoden haben viele von uns den Glauben verinnerlicht, wir seien noch nicht genug, wenn andere etwas haben, das wir nicht haben. So vergleichen wir uns auch als Erwachsene noch immer mit anderen, die mehr Geld, eine bessere Ausbildung, eine schlankere Figur oder eine glücklichere Beziehung als wir haben. Dann glauben wir auch als Erwachsene noch daran, uns die Gunst anderer Menschen erst verdienen zu müssen, und zwar indem wir erreichen, was die anderen erreicht haben. Ehe das nicht passiert, fühlen wir uns auch nicht liebenswert und wertvoll.

Das Schlimmste aber kommt erst noch:

Haben wir dann irgendwann erreicht, was wir zu brauchen glaubten, um endlich zufrieden zu sein, dauert es nicht lange, bis wir (oft unbewusst) andere Menschen als Ideale festlegen. Wer tief im Innern von sich glaubt, nicht genug zu sein, wird damit nie, nie, niemals aufhören! Und da es immer jemanden geben wird, der schöner, reicher, besser, schlanker oder glücklicher ist, sind wir mit solch negativen Selbstwertkonzepten auf ewig dazu verdammt, im Hamsterrad zu laufen.

Der niederländische Psychiater Piet C. Kuiper erklärte das so: ,,In einem alten Baum kann man das junge Bäumchen nicht mehr erkennen, im Menschen dagegen bleibt das Kind für immer lebendig. Man kann die Lebenszeit vergleichen mit einem Fluß, der allerlei mit sich auf seinem Grunde absetzt.“
Als Kinder hatten wir keine andere Wahl, als das zu glauben, was uns unsere Bezugspersonen über uns erzählt haben. Und dafür gibt es auch eine plausible Erklärung: Bis zum Alter von 7 Jahren schwingt das Gehirn eines Kindes in der gleichen elektromagnetischen Frequenz, die wir in der Hypnose beabsichtigen gezielt herzustellen – im sogenannten
Theta-Zustand. Im Theta-Zustand ist die Tür zu unserem Unterbewusstsein sperrangelweit geöffnet, mit anderen Worten: Wir sind für Beeinflussungen höchst empfänglich. Das Kind, bis es 7 Jahre alt ist, befindet sich dauerhaft in eben diesem Gehirnwellenzustand! In diesen ersten Jahren werden also die unterbewussten Programme installiert, die unser restliches Leben lenken.

Im Endeffekt bedeutet das:

Wer als Kind ständig mit destruktiver Kritik, sozialen Vergleichen und anderen schädlichen Erziehungsmaßnahmen belagert wurde, macht als Erwachsener dann bei sich selbst damit weiter. Ständig meldet sich dann der innere Kritiker zu Wort: ,,Du sollst eine Idee haben, an die noch kein andere gedacht hat? Du?! Da lachen ja die Hühner! – Halt lieber den Mund, mein Lieber. Ein anderer wird sich schon darum kümmern! – Lass es besser. Die anderen halten dich am Ende nur für bekloppt. – Du machst dich am Ende doch nur lächerlich. – Verscherz es dir mit den anderen lieber nicht. – Das hast du ja wieder richtig schön vermasselt. Typisch. – Die anderen haben viel mehr als du. – Die anderen sind viel besser als du. – Du bist ein Versager“ usw.


Das Selbstkritik-Programm wurde damals erfolgreich installiert.

Und an dieser Stelle... kommt die Hypnose ins Spiel.

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